Vernissage mit Marion Molter – Schriftsachen

 

Der Titel der Ausstellung “Schriftsachen” deutet darauf hin, dass es sich um Werke handelt, die Text enthalten. Diese Arbeiten sind von Hand in einer sehr alten und heute selten gewordenen Kunst entstanden: der abendländischen Kalligraphie. Dies bedeutet wörtlich übersetzt “die Kunst des schönen Schreibens” und geht dabei aber für Marion Molter weit über den rein dekorativen Aspekt einer schönen Handschrift hinaus. Seit sie 2010 ihr persönliches “Schlüsselerlebnis” beim Besuch einer Kalligraphie-Ausstellung im Kloster Nütschau hatte und gleich in ihrem ersten Kurs feststellen durfte, dass Leidenschaft und Talent sich glücklicherweise treffen, entwickelt sie ihren eigenen Stil sowohl autodidaktisch als auch in regelmäßigen Meisterkursen bei namhaften Kalligraphen weiter. Genauso wichtig ist ihr der Austausch mit gleichgesinnten KünstlerInnen, den sie als Mitglied der Vereinigungen “ars scribendi” und “Letterrausch” pflegt.

Marion Molter geht es in ihrer Schriftkunst darum, die innere Aussage eines Textes oder Wortes in den Dialog mit einer künstlerischen Darstellung treten zu lassen. Wechselweise steht dabei der Text, ein einzelnes Wort oder eine bildliche Vorstellung im Vordergrund. Die Lesbarkeit des Textes ist selbst bei Verwendung unserer abendländischen Schriften nicht immer gegeben, was den Betrachter zum Nachdenken anregen kann. Der Entstehungsprozess kann dabei durchaus langwierig sein. Da alles von Hand entsteht und zumindest auf Papier nicht korrigierbar ist, bedarf es oft vieler Entwürfe und auch einiger Übung, damit das Werk am Ende eine Mühelosigkeit ausstrahlt. Die Werke entstehen schwerpunktmäßig auf Papier, aber auch auf Leinwand, oder Holz. Es handelt sich um Bilder, Objekte oder Bücher. Die Schreibwerkzeuge variieren dabei je nach gewünschtem Ausdruck, von der klassischen Bandzugfeder, über Holz und Reißfeder bis zur selbst erstellten Faltfeder und allem anderen, was Spuren auf dem Maluntergrund hinterlässt.

Auf der Leipziger Buchmesse 2018 wurde ihr erstes kalligraphisches Unikatbuch, das “Lexikon der Literatiere” vorgestellt, das viel positive Resonanz bei den Besuchern hervorrief und Marion Molter in dem Vorhaben bestärkte, zukünftig vermehrt auch eigene Texte zu verarbeiten.
Seit 2011 ist bisher jedes Jahr ein kalligrafischer Kalender im Eigenverlag erschienen, dessen Inhalt sich an einem selbstgewählten Thema orientiert. Der neue Kalender für 2019 trägt den Titel “Gedankenspaziergänge” und enthält ausschließlich eigene, bisher unveröffentlichte Texte, die genau das sind: ein kurzer Gedanke bei einem Spaziergang in der Natur oder im Kopf. Auf der Vernissage am 17.10.2018 um 17:30 Uhr erfolgt das offizielle Release des neuen Kalenders und einige Originale daraus können besichtigt werden, ebenso liegt das “Lexikon der Literatiere” zum Durchblättern bereit.

Bisherige Ausstellungen:
Stiftung Diakoniewerk Kropp
Amt Hürup
Vereinsausstellungen in Sögard, DK (FFKK)
jurierte Austellung “Open Minds” (FFKK) Eckernförde/Apenrade
Haus der Familie Flensburg
Vereinsausstellungen im Carlsart, Eckernförde (NAKU e.V.)
Ateliertage Flensburg (2014, 2016, 2018)
Buchmesse Leipzig 2018

www.marionmolter.de

Die Eröffnung der Ausstellung ist am Mittwoch, dem 17. Oktober um 17:30 Uhr. Eine Einführung in die Arbeiten von Marion Molter gibt Frau Nicola Kochhafen.
Musikalisch untermalt wird die Vernissage von Maik Beta am Klavier, die Veranstaltung ist öffentlich.

 

Die Ausstellung läuft in Folge vom 18. Oktober bis zum 30. November 2018.

Geöffnet ist sie am DI – SA in der Zeit von 10:00 bis 13:00 Uhr

 

 

Informationen auf einen Blick
Vernissage ist am 17. Oktober 2018 und ist öffentlich, die Ausstellung läuft bis einschließlich 30. November 2018
Eintritt frei
Datum: Mi, 17. Oktober bis Fr, 30. November 2018
Vernissage am Mi, 17.10. um 17:30 Uhr
 Geöffnet: DI bis SA 10 – 13 Uhr