Johannes Caspersen + Roberto Gavin
Bilder und Skulpturen

 

Die Ausstellung „ Johannes Caspersen + Roberto Gavin – Bilder und Skulpturen“ zeigt das eindrucksvolle Oeuvre zweier Künstler, die sowohl bildhauerisch als auch malerisch aktiv sind.

Die Ausstellung wird am Mittwoch, dem 01. November 2017

um 18:30 Uhr im C.ulturgut eröffnet.

Die Ausstellung läuft in Folge vom 02. November 2017 bis zum 10. Januar 2018.
Geöffnet ist sie am Mo – Fr. von 13 – 15 Uhr, sowie Mi von 17 – 20 Uhr und Sa von 10 – 12 Uhr.

Roberto Gavin ist ein Virtuose der Öl-und Acrylmalerei. Seine figurativen und abstrakten Werke sind teils von intensiver Farbigkeit und damit von starker Präsenz. Das Schichten von Flächen in den Raum verrät den Bildhauer hinter den Gemälden. Gavin liebt die Kontraste, liebt Hell und Dunkel, das Spiel kämpfender Farben und Formen. Da verschmelzen Ebenen und bilden sich neue Elemente heraus, die im Detail etwas an die Hintergründe Tizians oder Tintorettos erinnern. Kraftvolles zerfließt, Nebulöses erwacht zur Form. Noch Undefiniertes umreißt Gestaltwerdung.

In seinen Specksteinfiguren ist trotz glattpolierter Flächen ebensolche Lust am Auslassen, Weglassen und Andeuten zu finden. Das Offene, eher verletzlich Erscheinende liegt jedem Wachstum zugrunde und ist damit eine Ode an die Leidenschaften des Lebens, das tanzende Fest des Werdens. Gavin ist Italiener, von Haus aus ein Gärtner und Liebhaber der Natur. Und ein Künstler, der mehr sieht als den Wald vor lauter Bäumen: Er hat die Welt wachsen gesehen, nennt die Blätter und Pflanzen beim Namen , malt Gesehenes, malt es neu. Voller Hingabe.“Schaut her, schaut genau hin, hier entwickelt sich etwas! Es entsteht – es wird!“ Genau dieses Temperament findet sich in den Arbeiten Roberto Gavins.

Der Bildhauer Johannes Caspersen stellt nicht einfach Skulpturen in Räume und Flure. Nein, er inszeniert diese Orte mit seinen Männern, Frauen und Kindern neu. Sie stehen da, sockellos direkt mit Bodenkontakt, isoliert oder in der Gruppe. Sie schauen in den Raum, auf Leinwände oder sich selbst an. Die Skulptur ist Besucher, ist Wartender, ist Schutzbedürftiger, ob nackt oder bekleidet.
Wie selbstverständlich stehen diese lebensgroßen Skulpturen mit expressiv-realistischer Färbung in der Ausstellung. Alte Bekannte sind auch dabei. Skulpturen, die bereits in anderen „Locations“ zu Gast waren.
Caspersens Bilder gehen unweigerlich in Zwiesprache mit den Skulpturen, sind teilweise Spiegelbilder des dreidimensionalen Gegenübers. Was ist, scheint nur so, alles hat ein Eigenleben. Das kann zuweilen irritieren, ist im Kontext aber überraschend klar erkennbar.

Seine Bilder wie Skulpturen verwandeln so Gesehenes, so Vorgefundenes in eine eigene Sprache. Caspersens Sprache ist grob, rau, heftig, verschlüsselt und doch zugänglich.

Bild, Skulptur und Raum, alles wirkt auf alles. Sich darauf einzulassen, heißt auch Zeuge einer neuen Sprache zu werden, die diese Skulpturen und Bilder genau nur hier sprechen. Das ist ein Postulat von Johannes Caspersen, der selber sagt:“Kommunikation ist eine Frage des Anspruchs ! Mich interessiert zutiefst die Wechselbeziehung von Dingen und Personen in Räumen, deren Standpunkt und Wirkung. “

 

Informationen auf einen Blick
Vernissage ist am 1. November 2017, die Ausstellung läuft bis einschließlich 10. Januar 2018
Eintritt frei
Datum: Mi, 01. November 2017 bis Mi, 10. Januar 2018
Vernissage am Mi, 1.11. um 18:30 Uhr
 Geöffnet:  Mo bis Fr  13 – 15, Mi 17 – 20 Uhr und Sa 10 – 12 Uhr